3. Gender Studies Tagung des DIW Berlin: Arbeit 4.0 – Blind Spot Gender

Die Diskussion um die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt ist in vollem Gange. Die Geschlechterperspektive bleibt
allerdings meist noch ausgeklammert und damit ein „Blind Spot“. Dabei ist es immens wichtig, die Auswirkungen der Digitalisierung
auch im Hinblick auf die Gleichstellung der Geschlechter zu analysieren. Ein Beispiel: Bereits heute verdienen Frauen – bezogen
auf den durchschnittlichen Bruttostundenlohn – gut ein Fünftel weniger als Männer. Dass diese Lohnungerechtigkeit durch die
Digitalisierung abnimmt, ist keinesfalls selbstverständlich. Studien belegen, dass die Lohnlücke beispielsweise in der Berliner
Startup-Szene noch höher ausfällt.
Durch die Digitalisierung sind nicht nur (männlich geprägte) Industriezweige betroffen – Stichwort: Industrie 4.0 –, sondern
auch weiblich dominierte Branchen. Plattformen wie Helpling und andere verändern beispielsweise die Arbeitsverhältnisse
im Bereich der haushaltsnahen Dienstleistungen. Gleichzeitig wandeln sich Unternehmensstrukturen und -kulturen, wodurch
Geschlechterklischees in der Arbeitswelt aufgebrochen werden könnten.
Im Rahmen der 3. Gender Studies Tagung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und der
Friedrich-Ebert-Stiftung wollen wir die Diskussionen über die geschlechterpolitischen Herausforderungen der Digitalisierung
anstoßen und Impulse für die weitere Debatte setzen. Wir gehen unter anderem den Fragen nach: Inwiefern reproduzieren neue
Wirtschaftsformen die Geschlechterverhältnisse? Wie wirken sie sich auf die gesellschaftliche Ungleichheit aus? Und: Unter
welchen Bedingungen eröffnen sich Chancen, Stereotype zu durchbrechen und mehr Geschlechtergerechtigkeit zu erreichen?

Description of the event (english translation): 

In the course of the third Gender Studies Conference of the German Institute for Economic Research (DIW Berlin) and the Friedrich-Ebert-Foundation a discussion about the gender-policy related challenges of digitisation is initiated and seeks to stimulate a further debate. Amongst others the following questions will be considered: In what sense are new forms of economy reproducing gender relations? What is there impact on social ineuqlity? Under which circumstances new opportunities can be set up to break down stereotypes and achieve gender equlity?

Date(s): 
Thursday, September 22, 2016 (All day)
Country: 
City: 
Berlin
Street: 
Hiroshimastr. 17
ZIP: 
10785
Venue: 
Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin, Haus 1
Outreach: 
National
Type of event: 
Conference

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